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Die Verträge zwischen Kassenärzten und Krankenkassen sind Einzelverträge im Rahmen eines Gesamtvertrages der jeweiligen Landesärztekammer mit Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Unter Sozialversicherungsträgern versteht man Institutionen, die Leistungen der sozialen Sicherheit erbringen. Über diese Konstruktion gelingt es, mit den Ärzten und anderen Vertragspartnern günstigere Tarife auszuhandeln, als dies für den einzelnen Versicherten möglich ist.

Im Gesamtvertrag werden die Leistungen der Ärzte und die entsprechende Honorierung geregelt sowie jährlich angepasst.

Kosten beim Kassenarzt

Nimmt ein Patient bei einem Kassenarzt Leistungen in Anspruch, sind diese prinzipiell kostenlos. Bei einigen Krankenkassen ist aber ein Selbstbehalt möglich.

Die Verrechnung der Leistungen erfolgt direkt zwischen Kassenarzt und Sozialversicherungsträger. Der Patient „bezahlt“ mit seiner E-Card. Sie genügt als Nachweis für seine Versicherung und ist gleichzeitig der „Scheck“, mit dem er die Behandlung begleicht.

Bei einigen Sozialversicherungsträgern wird dem Patienten nachträglich ein Selbstbehalt in Rechnung gestellt; z.B. bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA, 20 Prozent Selbstbehalt bei allen ärztlichen Leistungen, ausgenommen stationärer Aufenthalt im Krankenhaus) und der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA, 20 Prozent Selbstbehalt).

Werden im Rahmen der Kassenordination Leistungen erbracht, die nicht Teil der Vertrages sind, so sind die Kosten für diese Leistung privat zu bezahlen.